Erst belächelt, dann beschlossen: Wie die Putzbrunner GRÜNEN Tempo 30 auf der B471 vorangebracht haben
Die Putzbrunner GRÜNEN setzen sich seit Jahren für mehr Verkehrssicherheit sowie Lebensqualität ein – jetzt gilt Tempo 30 von Montag bis Freitag, von 7 bis 17 Uhr. Es hat lange gedauert. Es brauchte zahlreiche Anträge, viele Diskussionen und vor allem einen langen Atem. Doch nun ist auf der B471 in Putzbrunn ein wichtiger Schritt geschafft: Statt nur einer Stunde am Morgen gilt Tempo 30 inzwischen von 7 bis 17 Uhr. Eine Entwicklung, für die sich die GRÜNEN im Ort seit Jahren mit Nachdruck eingesetzt haben.
Die B471 ist für uns weit mehr als eine Bundesstraße. Sie führt mitten durch den Ort und schneidet dabei zugleich Schulwege, Wohngebiete und die tägliche Querung vieler Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Für die Putzbrunner GRÜNEN war deshalb schon lange klar: Die Verkehrssicherheit aller Beteiligten darf sich nie der Bedeutung einer Straße für den bloßen Automobilverkehr unterordnen.
Viele Jahre Einsatz statt schneller Schlagzeilen
Aufgrund der Reform der Straßenverkehrsordnung, bei der Kommunen auch bei überörtlichen Straßen wie z. B. Bundesstraßen mehr Antragsrechte eingeräumt werden, stellten die GRÜNEN bereits im September 2024 einen Antrag auf verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der B471. Im Mai 2025 folgte ein weiterer konkreter Antrag für Tempo 30 in der Ortsmitte. Im September 2025 gelang schließlich ein wichtiger politischer Schritt: Der Verkehrs- und Umweltausschuss unterstützte die Forderung nach Tempo 30 mit breiter Mehrheit mit lediglich einer Gegenstimme. Doch damit war das Ziel noch lange nicht erreicht.
Als Anfang 2026 die Einführung von Tempo 30 angekündigt wurde, schien sich der jahrelange Einsatz endlich auszuzahlen. Die Ernüchterung folgte jedoch schnell: Das staatliche Landratsamt als entscheidende Behörde bewilligte eine Geschwindigkeitsbegrenzung lediglich zwischen 7:00 und 8:00 Uhr morgens. Es kam uns vor wie ein schlechter Witz.
Eine Stunde Verkehrssicherheit am Tag? Das war den Putzbrunner GRÜNEN entschieden zu wenig.
Denn Kinder sind nicht nur morgens unterwegs. Sie kommen mittags aus der Schule, besuchen die Mittagsbetreuung oder sind auf dem Weg zu Freunden und Freizeitangeboten wie dem Jugendtreff TimOut oder den Pfadfindern. Und auch Fußgänger:innen, Radfahrende und Anwohner:innen haben ein berechtigtes Interesse an sicheren Straßen – nicht nur während der morgendlichen Hauptverkehrszeit.
Die GRÜNEN ließen nicht locker
Aus diesem Grund forderte die GRÜNEN-Fraktion im Februar 2026 eine deutliche Ausweitung der Geschwindigkeitsbegrenzung: möglichst dauerhaft, mindestens aber von 7 bis 17 Uhr. Genau dieses Zeitfenster ist nun auf den Verkehrsschildern entlang der B471 zu lesen.
Das ist bemerkenswert. Denn was heute selbstverständlich erscheinen mag, war lange umstritten und wurde keineswegs von Anfang an als realistisch angesehen.
Die Entscheidung über die Geschwindigkeitsbegrenzung trifft zwar die zuständige Straßenverkehrsbehörde, nicht der Gemeinderat. Doch die politische Vorarbeit, die wiederholten Anträge und die beharrliche öffentliche Diskussion der GRÜNEN in ganz Bayern sind dokumentiert.
Mehr Sicherheit ist ein Gewinn für den ganzen Ort
Bei Tempo 30 geht es auf gar keinen Fall darum, Autofahrer:innen zu ärgern. Es geht um die Frage, wie wir den begrenzten Straßenraum in unserer Ortsmitte sicherer und lebenswert gestalten können.
Weniger Geschwindigkeit bedeutet mehr Zeit zum Reagieren, kürzere Anhaltewege und geringere Gefahren bei einem Zusammenstoß. Gerade dort, wo Schulkinder Straßen überqueren und Menschen zu Fuß unterwegs sind, macht das einen wichtigen Unterschied.
Weniger Geschwindigkeit bedeutet aber auch, weniger Lärm im Wohngebiet, weniger Feinstaub und Abgase zwischen den Menschen und der Fahrbahnuntergrund wird auch etwas mehr geschont.
Die Putzbrunner GRÜNEN haben dabei auch die nächsten Schritte im Blick: zusätzliche sichere Querungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich des Bürgerhauses, des Kirchenzentrums und der Apfelwiese. Denn eine lebenswerte Ortsmitte entsteht nicht durch ein einzelnes Verkehrsschild. Sie entsteht, wenn die Bedürfnisse aller Menschen ernst genommen werden.
Ein Erfolg, der zeigt, warum sich kommunalpolitisches Engagement lohnt
Die Entwicklung an der B471 zeigt, wie viel Ausdauer kommunalpolitische Arbeit erfordern kann. Was mit Anträgen, Gesprächen und Überzeugungsarbeit beginnt, kann am Ende zu einer sichtbaren Veränderung im Alltag führen.
Die Putzbrunner GRÜNEN haben das Thema über Jahre auf der politischen Tagesordnung gehalten. Sie haben nachgehakt, als andere Lösungen noch nicht in Sicht waren. Und sie haben sich mit der ursprünglich vorgesehenen Ein-Stunden-Regelung nicht zufriedengegeben.
Dass nun Tempo 30 von 7:00 bis 17:00 Uhr gilt, entspricht einer ihrer zentralen Forderungen. Ob die Ausweitung unmittelbar auf ihren letzten Antrag zurückgeht, ist öffentlich nicht abschließend dokumentiert. Eines aber steht fest: Ohne den jahrelangen Einsatz für dieses Thema wäre die Debatte um mehr Verkehrssicherheit in Putzbrunn anders verlaufen.
Tempo 30 auf der B471 ist deshalb nicht nur eine neue Verkehrsregel. Es ist auch ein sichtbares Beispiel dafür, dass Hartnäckigkeit in der Kommunalpolitik etwas bewegen kann.
Und vor allem ist es ein wichtiger Schritt zu einer Ortsmitte, in der Rücksicht, Sicherheit und Lebensqualität mehr Raum bekommen. Und wer kann heute schon sagen, was die Zukunft noch so bringt.